Grundlegendes Ziel der Projektarbeit ist Vertiefung und Verbreiterung des Demokratisierungsprozesses in Mosambik. Dabei geht es vor allem um die Stärkung der Funktionsfähigkeit der politischen Institutionen, insbesondere des nationalen Parlaments und der darin vertretenen politischen Parteien, die Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure in laufende Reformprozesse, vor allem in den Bereichen der Wirtschafts-, Sozial- und Rechtspolitik, und um die Verbesserung der gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Integrale Bestandteile der Aktivitäten in allen Arbeitsbereichen sind die Förderung einer demokratischen politischen Kultur, die Verankerung rechtsstaatlicher Prinzipien sowie die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen.
Projektstrategisch wird an drei Eckpunkten angesetzt. Zum ersten geht es um die Stärkung der Strukturen der „checks-and-balances“ des politischen Systems. Hier stehen die Zusammenarbeit mit dem Parlament, aber auch mit der Zivilgesellschaft (und im Rahmen des regionalen Medienprojektes auch die Medien) im Vordergrund.
Zweitens geht es um die Stärkung der politischen Parteien als wichtigste Träger des politischen Prozesses, wobei aus historischen und politischen Gründen für die Friedrich-Ebert-Stiftung in der Parteienzusammenarbeit die Regierungspartei FRELIMO der wichtigste Ansprechpartner ist. Die FRELIMO wird auch in absehbarer Zeit der entscheidende Träger des weiteren Demokratisierungsprozesses bleiben. Ob die FRELIMO dieser Rolle aber gewachsen ist, wird davon abhängen, ob die Partei die inneren Strukturen weiter entwickeln und reformieren, ihre Verbindungen zur Zivilgesellschaft verstärken und gesellschaftliche Interessen aggregieren und in Politikkonzepte und Programme überführen kann.
Drittens geht das Projekt davon aus, dass Demokratie nicht allein auf formale Prozesse, die ihren Höhepunkt alle fünf Jahre bei den Wahlen haben, und staatliche Institutionen beschränkt bleiben darf. Demokratie setzt auch die Mitwirkung aller gesellschaftlichen Gruppen im politischen Prozess voraus. Die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und mit politischen Akteuren aus der Zivilgesellschaft wird deshalb auch als integraler Bestandteil des Demokratieförderungsansatzes gesehen.
Zusätzlich führt das Büro Maputo der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen des FES-Globalisierungsprojektes und des Regionalprojekts Südliches Afrika ein Programm zur Sicherheitspolitik durch.